Terror in der Literatur des 21. Jahrhunderts

Gesamtdauer 1 Tag
Abschluss Teilnahmebestätigung
Zielpublikum Lehrpersonen für Literatur und alle Interessierten
Kosten CHF 275.–
Bei gleichzeitiger Anmeldung für mindestens drei Kurse des Deutschen Seminars
wird ein Rabatt von CHF 50.– pro Kurs gewährt.
Information Universität Zürich, Weiterbildung, Claudia Straub
Hirschengraben 84, 8001 Zürich
E-Mail claudia.straub@wb.uzh.ch
Beschreibung Adornos Diktum, dass nach Auschwitz noch Gedichte zu schreiben barbarisch sei, wiederholt sich: Nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 müsse, so heisst es, eine neue Form jenseits der bisherigen Mittel der Repräsentation, d.h. jenseits der Schriftlichkeit selbst erst noch gefunden werden. Die Literatur jedoch, die in Reaktion auf die Terroranschläge 2001 entstanden ist, beweist das Gegenteil: Weder das Schreiben über Terror noch die Möglichkeit, mit Terror reflexiv umzugehen, sind passé; vielmehr zeigt die Literatur, dass das Subjekt, das fiktionale wie der reale Leser, nach wie vor über Handlungskompetenzen verfügt, und dass diese Handlungskompetenzen immer noch erzählbar sind. Die Literatur macht zudem Hoffnung auf seelische Heilung in Zeiten des Terrors. Ja mehr noch: Gerade nach 9/11 ist die Zeit der Literatur gekommen: Je grausamer der Terror, desto mehr fordert er dazu heraus, gegen das Nichts anzuschreiben und auf diese Weise Adorno ein zweites Mal zu widerlegen.
Daten
Freitag, 26. Oktober 2018

Anmeldetermin: 26.09.2018

Ausgebucht
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