| Gesamtdauer | 2 Tage (17./18. April 2012) |
| Abschluss | Teilnahmebestätigung |
| Zielpublikum | Lehrpersonen, Kulturvermittelnde, Schreibende und Lesende mit analytischem Interesse |
| Kosten | CHF 500.– (Bei gleichzeitiger Anmeldung für mindestens drei Kurse des Deutschen Seminars wird ein Rabatt von CHF 50.– pro Kurs gewährt.) |
| Information |
Universität Zürich, Deutsches Seminar, Dr. Jürgen Spitzmüller Schönberggasse 9, 8001 Zürich |
| weiterbildung@ds.uzh.ch | |
| Beschreibung |
Erzählungen sind so allgegenwärtig, dass sie gelegentlich als Grundform des Denkens erscheinen. Im scheinbaren Widerspruch zu dieser Vertrautheit steht die terminologische und systematische Unsicherheit, mit der sich selbst Fachleute Erzähltexten analytisch zu nähern versuchen. Diese Spannung ist jedoch kein Zufall: Ungeachtet ihres Realitätsbezugs zielen Erzählungen formal stets auf die Konstitution einer kohärenten «Welt», und genau diesem Zusammenhang stiftenden Grundzug ist die analytische Bewegung entgegengesetzt. In der Erzählung feiert die «natürliche Künstlichkeit» (Plessner) des Menschen höchste Triumphe, und so erhellt die Analyse ihrer Form nicht selten, was in einer Kultur überhaupt sag- und denkbar ist. Der Vertiefungskurs zielt einerseits auf die Vermittlung einer verbindlichen erzähltheoretischen Terminologie und führt andererseits in die kulturanalytische Dimension der Narratologie ein: Was bedeutet eine vertiefte Einsicht in die Formen des Erzählens für unsere Vorstellung von «der» Welt und den Weisen, wie wir sie eben nicht nur vermitteln, sondern häufig erst erschaffen? |
| Broschüre | |